Wie alt werden Katzen? Diese Faktoren haben Einfluss

Alles im Überblick

Wie alt werden Katzen? Das ist eine Frage, die du dir als potenzieller oder derzeitiger Katzenhalter sicherstellst. Schließlich möchtest du abschätzen können, wie weit die Katze in ihrer Entwicklung ist und wie viel Zeit euch bleibt. Der Vergleich zwischen Katzen- und Menschenjahren kann auch ein spannendes Thema sein, doch wie rechnest du das Alter aus?

Wie alt können Katzen werden?

Wohnungskatzen werden ca. 15 Jahre alt. Allerdings gibt es auch Individuen, die deutlich jünger versterben oder älter sind.

Von diesen Faktoren hängt ein langes Katzenleben ab:

  • Die Haltungsform
  • Die wohnliche Lage
  • Die Rassezugehörigkeit
  • Das Erbmaterial
  • Die häuslichen Schutzvorkehrungen
  • Die Ernährung
  • Das Maß und die Art der körperlichen Betätigung
  • Die Gesundheitsvorsorge
  • Die medizinische Behandlung im akuten Krankheitsfall

Da diese Aspekte im Leben von Wild- und Straßenkatzen kaum eine Rolle spielen, versterben diese häufig in ihren ersten Lebensjahren (eine Straßenkatze wird meistens nicht mal fünf). Innerhalb Deutschlands trifft diese frühe Sterblichkeitsrate auf rund zwei Millionen Katzen zu. Das ist der Anteil an Katzen, der kein festes Zuhause hat und dementsprechend bei uns auf der Straße lebt.

Wie alt werden Hauskatzen?

Innerhalb des Hauses lauern deutlich weniger Gefahren, als im ungeschützten Außenbereich. Außerdem haben Wohnungskatzen häufig den Stellenwert eines Familienmitglieds und werden demnach gut umsorgt (mit Futter, Wasser, Wetterschutz und Medizin).

Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, können von diesem Rundumschutz profitieren und werden durchaus 15 Jahre alt. Damit haben Wohnungskatzen die höchste Lebenserwartung im Haltungsform-Vergleich (auf der Straße, als Freigänger oder im Haus).

Wie alt werden freilaufende Katzen?

Freigängerkatzen haben zwar eine fürsorgliche Familie, sie haben also geschützte Rückzugsmöglichkeiten, dürfen aber auch hinaus.
Katzen mit Freigang empfangen gewöhnlicherweise den gleichen Gesundheitsschutz, wie Wohnungskatzen auch:

  • Impfungen, zum Schutz vor Infektionskrankheiten
  • Interner und externer Parasitenschutz
  • Jährliche Gesundheitsvorsorge
  • Behandlung nach Bedarf
  • Artgerechte Fütterung

Ihr Allgemeinzustand ist damit im Vergleich zu Straßenkatzen schon sehr gut. Trotzdem lauern im Alltag einer Freigängerkatze etliche Gefahren:

  • Unfälle im Straßenverkehr
  • Konsum von Giftködern oder toxischem Müll
  • Revierkämpfe mit Artgenossen
  • Tod und Verletzungen durch Fressfeinde
  • Verletzungen, die beispielsweise beim Klettern entstehen

All diese Risiken tragen dazu bei, dass eine Freigängerkatze durchschnittlich in einem Alter von etwa 10 Jahren stirbt. Der unbegrenzte Zugang zur Außenfläche führt also dazu, dass sich ihre Lebenserwartung um rund 5 Jahre (im Vergleich zur Wohnungskatze) reduziert.

Wie alt werden Katzen im Durchschnitt?

Die Lebenserwartung der Katzen kann von Rasse zu Rasse sehr verschieden sein. Einen allgemeinen Nennwert gibt es also nicht, zumindest solltest du nicht davon ausgehen, dass dieser bezogen auf deine Katze richtig ist. Trotzdem werden die meisten domestizierten Katzen heutzutage 10 (Freigänger) beziehungsweise 15 Jahre (Wohnungskatzen) alt. Der Durchschnittswert liegt also bei 12,5. Der medizinische Fortschritt und die finanziellen Sicherheiten, beispielsweise in Form einer Katzenkrankenversicherung, heben den Durchschnitt – genau wie bei uns Menschen – jedoch immer weiter an.

Wie alt werden Katzen Tabelle

Die Lebenserwartung der Katze hängt zwar ganz wesentlich von der Haltungsform und den individuellen Begleitumständen ab. Doch auch die Rasse kann ein entscheidender Faktor sein.

Die Lebenserwartung der beliebtesten Katzenrassen im Direktvergleich:

  • Abessinier 9 bis 13 Jahre
  • Balinese 18 bis 22 Jahre
  • Bengal 12 bis 16 Jahre
  • Britisch-Kurzhaar 7 bis 14 Jahre
  • Europäisch-Kurzhaar 15 bis 22 Jahre
  • Norwegische Waldkatze 14 bis 16 Jahre
  • Maine Coon 12 bis 15 Jahre
  • Perser 8 bis 17 Jahre
  • Ragdoll 7 bis 17 Jahre
  • Siam 15 bis 20 Jahre
  • Somali 10 bis 12 Jahre

Hinweis: Beachte bitte, dass es sich bei diesen Angaben um Durchschnittswerte handelt und deine Katze auch ein anderes Alter erreichen kann.

Wie viele Katzenjahre sind ein Menschenjahr

Um herauszufinden, wie alt die Katze in Menschenjahren ist, wurde das Alter des Stubentigers einfach mit sieben multipliziert. Mittlerweile wissen wir aber, dass die Rechnung deutlich komplizierter ist. Das hängt damit zusammen, dass die Katze nicht linear altert, sondern vor allem zu Beginn eine schubweise Entwicklung durchläuft.

Dass die Rechnung Katzenalter x 7 nicht aufgehen kann, ist besonders deutlich am Beispiel von “Creme Puff” zu sehen, schließlich wäre sie nach dieser Rechnung 266 Menschenjahre alt.

Doch wie berechnet sich das Katzenalter dann?

  • Mit einem (Katzen-) Jahr ist die Samtpfote 15 Menschenjahre alt.
  • In einem Alter von 2 Jahren wäre die Katze ein 24-jähriger Mensch.
  • Ab dem dritten Lebensjahr lautet das Umrechnungsverhältnis 1:4 und
  • im Seniorenalter (ab dem elften Lebensjahr) 1:5.

Gerade in den ersten zwei Jahren altert die Katze also besonders schnell.


So alt ist deine Katze in Menschenjahren – Beispiele:

  • Eine dreijährige Katze ist umgerechnet 28,
  • eine fünfjährige Katze 36,
  • eine zehnjährige Katze 56,
  • eine 16-jährige Katze 80 und
  • eine 20-jährige Katze 96 Jahre alt.

Hinweis: Wann eine Katze wirklich alt ist, hängt mit ihrem Befinden zusammen. Dass achtjährige Katzen bereits als Senioren eingestuft werden, ist nichts weiter als eine Marketing-Strategie, mit der der Kauf von Senioren-Produkten bezweckt werden soll.

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