Monatliche Kosten für einen Hund

Was kostet ein Hund im Monat? - Alle Kosten für dich zusammengefasst

Ein Hund kann eine tolle Bereicherung sein. Doch er stellt auch einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Wir haben die Preise der unterschiedlichen Lebensbereiche für dich analysiert, damit du die zukünftigen Kosten besser abschätzen kannst.

Anschaffungskosten eines Vierbeiners

In Hinblick auf den Anschaffungspreis lassen sich die Hunde grob klassifizieren:

  1. Hunde aus der Vermittlung oder dem Heim kosten mit einer Schutzgebühr von ca. 300 Euro am wenigsten.

    Vorteil: Die Hunde sind tiermedizinisch auf einem guten Stand. Und: Weil es zahlreiche Tierheime gibt, fallen keine hohen Fahrtkosten an.
    Nachteil: Tierschutzhunde haben häufig eine problematische Vergangenheit. Dadurch können sich die Trainingskosten intensivieren.

  2. Hunde aus privater Hand stellen preislich die Mittelklasse dar. Vorteil: Dank großem Angebot entfällt auch hier eine weite Fahrt. Nachteil: Die Tierarztgebühren kommen oftmals noch hinzu.
  3. Ein speziell geschulter Hund oder ein Rassehund aus der Zucht kann einige tausend Euro teuer sein. Vorteil: Du bekommst einen reinrassigen Hund. Nachteil: Teilweise musst du dafür weite Strecken fahren.

Achtung bei Verkaufsangeboten unter Wert: Auffallend günstige Angebote hängen oft mit dem illegalen Welpenhandel zusammen.

Wie viel darf eine Hundeschule kosten?

Gerade beim Ersthund kann es sinnvoll sein, fachlichen Rat bezüglich Alltagsfragen und einer etwaigen Verhaltensauffälligkeit einzuholen. Die Frage beziehungsweise das Trainingsziel ist unter anderem ausschlaggebend für den Preis. Der zweite Preisfaktor ist die Art der Kursauswahl.

Ein Welpe braucht mehr Anleitung und Kontrolle als ein ausgewachsener Hund. Deshalb kostet Welpentraining in der Regel etwas mehr. Im Zusammenhang mit einer 10er Karte oder einem Kurspaket, fangen die Preise bei 18 Euro pro Trainingsstunde an. Der Stundenpreis für den ausgewachsenen Hund fängt bei fünf Euro an und klettert auf 20 Euro hinauf. Dieser günstige Preis betrifft aber nur das Gruppenangebot. Die Kosten des Einzeltrainings liegen mindestens doppelt so hoch und können bei einer Sonderproblematik in den dreistelligen Bereich übergehen. Viele Hundeschulen bieten ein ergänzendes Onlinekursprogramm. Der Einheitspreis von durchschnittlich 50 Euro fällt für den Gesamtkurs an.

Ein Welpe braucht mehr Anleitung und Kontrolle als ein ausgewachsener Hund. Deshalb kostet Welpentraining in der Regel etwas mehr. Im Zusammenhang mit einer 10er Karte oder einem Kurspaket, fangen die Preise bei 18 Euro pro Trainingsstunde an. Der Stundenpreis für den ausgewachsenen Hund fängt bei fünf Euro an und klettert auf 20 Euro hinauf. Dieser günstige Preis betrifft aber nur das Gruppenangebot. Die Kosten des Einzeltrainings liegen mindestens doppelt so hoch und können bei einer Sonderproblematik in den dreistelligen Bereich übergehen. Viele Hundeschulen bieten ein ergänzendes Onlinekursprogramm. Der Einheitspreis von durchschnittlich 50 Euro fällt für den Gesamtkurs an.

Hinweis: Obgleich der Besuch einer Hundeschule normalerweise nicht obligatorisch ist, verlangen einige Bundesländer den Sachkundeschein. Mancherorts gibt es einen Gesamtpreis für Praxis und Theorie, manchmal werden für beide Kategorien einzeln bezahlt. Insgesamt fallen kosten zwischen 40 und 120 Euro an.

Bei vier Trainingsstunden monatlich nehmen wir für unsere Kostenberechnung einen Mittelwert von 50 Euro an.

Was musst du für das Hundefutter ausgeben?

Unter den laufenden Kosten nimmt der Anteil für das Futter den größten Posten ein. Doch auch hier gibt es eine starke Varianz:

  • In Abhängigkeit dazu, welchen Futterstil du praktizierst (Trocken-, Nass-, Roh- Mischfütterung), welche Hunderasse du hältst und welche Futterqualität du für deinen Vierbeiner wählst, schwankt der Durchschnittspreis.
  • Zusätzlich kommen Ausgaben für Futtersnacks hinzu.
  • Falls dein Hund unter besonderen Leistungsanforderungen steht, eine Futterallergie oder Krankheit hat, erhöhen diese Besonderheiten den Preis.

Die Hälfte der Deutschen investiert rund 60 Euro in die monatliche Fütterung. Deshalb fließt dieser Wert auch in unsere Beispielrechnung ein.

Die durchschnittlichen Tierarztkosten

Die tierärztlichen Behandlungsgebühren stehen nicht jeden Monat an. Ohne konsequente monatliche Rücklagenbildung sind sie aber kaum tragbar und enorm hoch.

Für einen gesunden Hund laufen jährliche Kosten in Höhe von ca. 135 Euro zusammen.

Darin inkludiert:

  • Routineuntersuchungen mit Beratung: Mindestens 15 Euro
  • Vierteljährliche Wurmkur: ca. 40 Euro
  • Flohschutz und Zeckenabwehr: ca. 20 Euro
  • Impfungen: ca. 60 Euro

Hinweis: Der Preis für ein antiparasitäres Produkt steigt mit zunehmendem Körpergewicht.

Darüber hinaus werden viele Hunde mit einem Mikrochip versehen (ca. 30 Euro), sie bekommen einen europäischen Pass (ca. 10 Euro) und werden unter Umständen kastriert (je nach Geschlecht zwischen 100 und 1.200 Euro, Rüden kosten weniger). Hat der Hund eine Verletzung, ist er alt oder krank, steigen die Gesundheitskosten an. Einige Behandlungsschritte fallen nur verkettet an, deshalb können sich die Einzelleistungen schnell zu einem hohen Betrag aufsummieren.

Hinweis: Die Tierärzte arbeiten mit einem festen Gebührensatz (geregelt in der GOT). Allerdings kann dieser innerhalb eines Vierstufensystems stark variieren.

Für unsere fiktive Monatsrechnung nehmen wir einen Betrag von 12,00 Euro an und orientieren uns damit an den Tierarztkosten für einen gesunden Hund.

Wie viel darf eine Hundeversicherung kosten?

Die Krankenversicherung

Die Hundekrankenversicherung sichert dich für den medizinischen Erstfall ab. Die Versicherungsgesellschaften bieten unterschiedliche Tarife und Leistungsmodule an. Häufig kannst du zwischen unterschiedlichen Leistungsvarianten wählen, die jeweils mit deutlichen Kostensprüngen verbunden sind. Je günstiger die gewählte Version, desto geringer sind das Leistungsspektrum und der Satz der Höchstentschädigung. Der reine Operationsschutz kostet ca. 15 Euro monatlich, wohingegen die Spanne für die Vollschutzversicherung zwischen 10 und 70 Euro liegt.

Spartipp: Einige Versicherungsunternehmen bieten Rabatt, wenn du eine längere Vertragslaufzeit wählst.

Hinweis: Weil sich die Versicherung alter Hunde aus Sicht des Versicherungsträgers nicht rentiert, nimmt dieser Hunde häufig nur bis zu einem bestimmten Höchstalter auf. Das Eintrittsalter kann außerdem den Rahmen der Entschädigung bestimmen. Schließe die Versicherung deshalb frühzeitig ab.

Wir beziehen einen Wert von 5 Euro in unsere Abschlussrechnung ein.

Die Haftpflichtversicherung

Je nach Wohnort kann der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung verpflichtend für dich sein. Teilweise begründen auch Rasse, Größe und Gewicht des Tieres diese Pflicht.

Die preisbildenden Faktoren sind

  • die Hunderasse
  • der Leistungsrahmen
  • die Deckungssumme
  • und der Selbstbehalt.

Je umfangreicher das Versicherungspaket, desto höher der jährliche Preis. Der Jahresbeitrag kann geringfügig (40 Euro) oder ausladend sein (200 Euro).

Spartipp: Versichere deinen Hund hinsichtlich der Haftpflicht- und Krankenversicherung bei demselben Anbieter in Kombination. Viele Vertragspartner bieten einen Mengenrabatt.

Für unsere monatliche Kostenaufstellung rechnen wir deshalb 10 Euro ein. Im tatsächlichen Schadensfall kommt der Selbstbehalt in Höhe von ca. 150 Euro noch hinzu.

Die Steuerkosten eines Hundes

Wer einen Hund hält, muss Steuerabgaben zahlen. Diese werden von der Kommune bestimmt und steigen in Abhängigkeit zu der Hundezahl, Körpergewicht und Schulterhöhe sowie der potenziellen Gefährlichkeit. In Ballungszentren fallen in der Regel erhöhte Steuersätze an.

Beispiel: Für die Haltung eines einzelnen Chihuahuas fängt der jährliche Steuersatz bei 30 Euro an und geht im Extremfall auf rund 200 Euro hinauf. Bei einem Pitbull (sogenannter Listenhund) fällt die Preisspanne deutlich höher aus. Zwischen 600 und 900 Euro fallen jährlich an Steuern an.

Hinweis: Kalkuliere bei einem Listenhund weitere Kostenpunkte, wie den Auszug aus dem Bundeszentralregister, die Sachkundeprüfung und einen Wesenstest mit ein.

Für die Beispielrechnung nehmen wir einen monatlichen Mittelwert von 35 Euro an.

Die Kosten einer Erstausstattung

Am besten bereitest du dich auf den Neuankömmling vor, indem du alles was du in den ersten Wochen brauchst, bereits zu Hause hast. Diese Artikel gehören zur Grundausstattung dazu:

Must-haves:

  • Welpenfutter
  • Futter- und Wassernapf
  • Halsband und/oder Geschirr
  • Hundeleine
  • Hundebox, -decke oder -bett
  • Welpenspielzeug
  • Welpenleckerlis
  • Kotbeutel für Unterwegs

Optional:

  • Klicker
  • saugfeste Unterlagen für die Anfangszeit
  • eine kleine Auswahl an Wundversorgungsmaterial

Bereite dich auf Durchschnittskosten von 150 Euro vor. Je nach Produkt und Material können die Preisunterschiede jedoch gravierend sein.

Das Zubehör für den täglichen Gebrauch

Über die Dauer des Hundelebens verteilt, kommt eine ganze Menge Zusatzmaterial zusammen, das du einmalig kaufen oder in unregelmäßigen Zeitabständen erneuern musst.

Dazu zählen

  • Alltagsprodukte wie Kotbeutelchen
  • Hundebox und Hundebett
  • Hundemantel oder Hundejacke
  • Klicker und anderes Trainingsmaterial
  • Hundeleine, Halsband und/oder Geschirr
  • ein Adressanhänger
  • Reflektorstreifen und alternative Leuchtapplikationen
  • Spielzeug und Beschäftigungsmaterial
  • alles rund um den sicheren Transport (Trenngitter, Autobox, Aufstiegsrampe, Sicherheitsgurt)

In der Kostenaufstellung nimmt das Zubehör nur eine Randstellung ein. In unserer Beispielrechnung haben wir den monatlichen Durchschnittsbetrag auf 10 Euro geschätzt.

Was kostet dich ein Hund zusätzlich?

In der Hundehaltung sind nach oben keine finanziellen Grenzwerte gesetzt. Je nach Lifestyle fallen Kosten in unterschiedlicher Höhe an. In der Freizeitgestaltung (zum Beispiel: Sportverein, Ausstellungen, Zucht) entstehen Kosten in puncto Transport und Zubehör. Darüber hinaus fallen für die jeweilige Tätigkeit einmalige oder regelmäßige Ausgaben an.

Pflege und Wellness ist ein weiterer Bereich, der sich wirtschaftlich bemerkbar machen kann. Manche Hunde (Ausstellungs- oder bestimmte Rassehunde) brauchen den regelmäßigen Besuch beim Hundefrisör. Die Kosten für das komplette Versorgungspaket fangen bei 40 Euro an und steigen bis ins dreistellige Preissegment auf.

Wenn du keine Dienstleistung in Anspruch nimmst, sondern die Produkte (Schermaschine, Shampoo, Bürste und Co.) für den Heimbereich erwirbst, sind die Kosten vergleichsweise gering. Die jährlichen Ausgaben für mittelpreisige Produkte belaufen sich auf rund 40 Euro pro Jahr.

Für Zeiten längerer Abwesenheit kann die Notwendigkeit der Fremdbetreuung entstehen. Hundepensionen-/hotels und Aufsichtspersonen verlangen Stunden- oder Tagesgeld. Manchmal stellen sie besondere Anforderungen (Beispiel: Impfschutz und Haftpflichtversicherung), die ihrerseits mit einer Vorabinvestition verbunden sein können. Stelle dich auf tägliche Betreuungskosten von 30 Euro ein.

Falls dein Hund einzelne Kleidungsstücke oder Teile der Wohneinrichtung zerstört, kann die Reparatur/der Ersatz sehr teuer sein.

Weil diese Kosten nicht zwangsläufig entstehen, tauchen sie in unserer Beispielrechnung nur mit einem vorsichtigen Pauschalbetrag von 20 Euro pro Monat auf.

Fazit

Unsere Kostendarstellung ergibt einen Zahlbetrag von 202 Euro monatlich. Einmalbeträge (Anschaffungskosten und Erstausstattungspreis) sind nicht inkludiert.
Die aufgestellten Kosten fallen nicht jeden Monat faktisch an. Es kann aber sinnvoll sein, die verbleibende Differenz für den Notfall zu sparen.