Hundetagesstätte

Eine tolle Idee für Berufstätige

Hundetagesstätte

Inhalt - Alles im Überblick

Hundetagesstätte – Die Lösung für berufstätige Hundebesitzer?

Die Institution Hundetagesstätte wird in Deutschland immer bekannter. In einigen Großstädten ist diese Möglichkeit etabliert. Für viele arbeitende Hundebesitzer bedeutet es, kein schlechtes Gewissen mehr haben zu müssen. Andererseits ermöglicht es Hundeliebhabern endlich einen eigenen Hund trotz Job zu haben. Wie funktioniert die Idee aus Amerika?

Hundetagesstätten – Wie sieht dieses Betreuungskonzept aus?

Eine Hundetagesstätte kannst du mit einem Kindergarten vergleichen. Vor Beginn deiner Arbeit bringst du deinen Liebling hin und nach deinem Arbeitstag holst du ihn wieder ab. Während deiner Arbeitszeit ist er unter Artgenossen. Es werden Spaziergänge in der Gruppe gemacht und er kann spielen, toben und dösen. Dieses Konzept stammt aus den USA und wird dort erfolgreich praktiziert. Bei der abendlichen Abholung bekommst du einen ausgeglichenen Hund zurück, der nicht sofort bespaßt werden muss. Die Aufnahmekapazität von Hundetagesstätten variiert zwischen 10 und 50 Hunden. Die Betreuer sind im Normalfall Menschen mit Hundeerfahrung.

Hundetagesstätte

Hundebetreuung tagsüber – Welche Betreuungsmodelle gibt es?

Hunde sind Individualisten. Für manche „Eigenbrötler“ ist das Konzept Hundetagesstätte ein Alptraum. Rudeltier hin oder her: „Ich will meine Ruhe vor den Artgenossen und sie nicht ständig um mich haben.“ Für solche Fälle ist eine Einzelbehandlung die beste Lösung. Dein Liebling bleibt in seinen gewohnten vier Wänden. Ein- oder zweimal am Tag kommt ein „Gassigeher“ vorbei und holt deinen Hund ab. Das kann der Nachbar von nebenan sein oder Jugendliche, die sich Taschengeld dazu verdienen möchten oder vielleicht Zuhause keinen Hund haben dürfen. Wichtig ist, das die Chemie zwischen deinem Hund und dem Ersatzmenschen stimmt, dann sind beide Parteien zufrieden.

Eine weitere Möglichkeit wäre, du bildest mit einem oder zwei Hundebesitzern eine Kooperation. Vertragen sich eure Hunde können die Hundebesitzer sich abwechselnd um die Vierbeiner kümmern. Entweder halb- oder ganztags, je nach den beruflichen Möglichkeiten.

Idealerweise kannst du deinen Hund mit auf die Arbeit nehmen. Die meiste Zeit dösen sie unter dem Schreibtisch und die Mittagspause wird für den Spaziergang genutzt. Natürlich kannst du nicht jede Hunderasse zum „Bürohund“ umfunktionieren. Dies solltest du bei der Anschaffung berücksichtigen. Ein Jagdhund oder ein Terrier hat andere Bedürfnisse als beispielsweise ein Mops oder ein Retriever.

Die Hundebetreuung tagsüber solltest du nach den Bedürfnissen deines Hundes organisieren. Er ist die Hauptperson und je nach Rasse und Charakter musst du die beste Lösung finden. Wenn du wenig Zeit hast, ist für dich ein lebhafter und bewegungsfreudiger Hund weniger geeignet.

Hundetagesstätte

Hund tagsüber allein lassen – Wie lange ist das tiergerecht?

Diese Frage kann man nicht eindeutig pauschal beantworten. Du darfst nicht vergessen, für deinen Hund bist du sein Rudel. Normalerweise dösen und verschlafen Hunde viele Stunden am Tag. Wenn du morgens ausgiebig mit deinem Vierbeiner unterwegs bist, wird er anschließend einige Stunden verschlafen. Eine ruhige Hunderasse wird das Alleinsein besser verkraften als eine aktive und temperamentvolle Rasse. Wenn du deinen Hund tagsüber allein lassen musst, entscheide dich für einen ruhigen und gelassenen Typ. Dieser wird deine Abwesenheit schlichtweg mit Dösen und Schlafen verbringen. Für intelligente und aktive Hunde ist deine lange Abwesenheit eine Quälerei und nicht tiergerecht beziehungsweise typgerecht.

Wie trainiere ich es meinen Hund allein zu lassen?

Was du auf jeden Fall beachten solltest, ob dein zukünftiger Hund das Alleinsein kennt? Wenn das nicht der Fall ist, musst du ihn Stückchenweise und langsam für diese Situation trainieren. Je jünger dein zukünftiger Mitbewohner ist, desto einfacher ist das Training. Ältere Hunde haben verankerte Rituale und das Umlernen ist schwieriger. Deine Geduld ist in beiden Fällen wichtig. Fange mit kurzen Sequenzen an. Lege ein ungewaschenes Kleidungsstück von dir in seinen Hundekorb. Damit ist dein Geruch präsent. Schafft dein Hund solche kurzen Zeitabschnitte ohne Bellen oder Jaulen zu überstehen, lobe ihn ausgiebig. Er muss begreifen, dass du zurückkommst und ihn nicht im Stich lässt. Dann solltest du die Zeitspannen deiner Abwesenheit langsam erhöhen. Während eurer Spaziergänge kannst du ebenfalls Übungseinheiten einbauen. Beispielsweise anbinden und außer Sichtweite gehen. Liebt dein Hund das Autofahren, nutze diese Vorliebe und lasse ihn kurz im Auto allein. Natürlich nicht bei Sommerhitze. Sicherlich gibt es Rückschläge. Jeder Fortschritt wird positiv belohnt. Hunde haben kein Zeitgefühl. Stärke sein Vertrauen in dich.

Hund tagsüber im Garten halten – Ist das gut für deinen Hund?

Vielleicht denkst du, ich habe einen Garten und benötige keine Hundebetreuung. Das ist teilweise richtig. Sicherlich sind für viele Hunderassen ein paar Stunden im Garten kein Problem. Bei einem Vollzeitjob schaut es schon anders aus. Mit einer Hundeklappe kannst du ihm den Zugang ins Haus gewähren. Dieser Hundeeingang wird entweder in die Terrassen- oder Eingangstür installiert. Dein Hund kann ungehindert zwischen Garten und Haus wählen. Trotzdem ist diese Haltung nicht für jede Hunderasse geeignet. Temperamentvolle und anhängliche Vierbeiner leiden unter dieser „Abschiebung“. Es gibt mehrere Anzeichen, dass die Gartenhaltung für deinen Vierbeiner keine gute Lösung ist:

  • Garten wird umdekoriert (Löcher buddeln; Pflanzen ausgraben)
  • Ausbruchsversuche (Löcher im Gartenzaun)

  • Dauerbellen (mitten im Garten sitzen und ohne Grund bellen)

  • Bewegung außerhalb des Gartenzauns wird lautstark kommentiert (Menschen, Hunde, Katzen)

  • Ständiges Ablaufen des Zaunes (Laufspuren bis hin zu kleinen „Wegen“)

  • Apathisches Warten auf Herrchen oder Frauchen (vor Gartentür oder Haustür)

Bei den lautstarken Protesten bekommst du schnell Ärger mit deinen Nachbarn. Die anderen Hinweise sind etwas stiller. Du solltest sie trotzdem ernst nehmen und eine andere Tageslösung für deinen Hund finden. Der tagelange Aufenthalt im Garten ohne Ansprache hinterlässt psychische Schäden. Dein Hund entwickelt Eigenheiten, die du mit Mühe wieder „ausbügeln“ musst.

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Hund kommt tagsüber nicht zur Ruhe – diese Gründe kommen in Frage

Für den Besuch einer Hundetagesstätte sind hyperaktive Hunde weniger geeignet. Sie stören den Tagesablauf und bringen Unruhe in die Hundegruppen. Die Tatsache, dass dein Hund tagsüber nicht zur Ruhe kommt, kann verschiedene Gründe haben. Es ist nicht nur lästig, sondern ebenfalls für die Gesundheit deines Hundes schädlich. Folgende Gründe können die Ursache sein.

Überforderung

Aus Angst deinen Hund zu vernachlässigen, bist du mit ihm stundenlang sportlich aktiv. Dadurch hat er keine Möglichkeit zwischendurch abzuschalten. Das Resultat: Zuhause ist er ebenfalls auf 180 und hat den Drang ständig auf den Beinen zu sein.

Unterforderung

Ein ähnliches Resultat erhältst du bei Unterforderung. Die regelmäßigen Spaziergänge sind nicht ausreichend, um deinen Hund auszulasten. Er sucht sich andere Möglichkeiten seinen Bewegungsdrang zu befriedigen. Teilweise dekorieren solche Hunde die Wohnung um. Sind ständig auf Halb-Acht-Stellung und können bei Kleinigkeiten aggressiv reagieren. Fazit: Sie kommen nicht zur Ruhe.

Stress

Für manche Hunde ist die Abwesenheit des Besitzers reiner Stress. Dies kann in gewohnter und in fremder Umgebung auftreten. Die Verlustangst verhindert die lebensnotwendige Entspannung des Körpers. Solche Hunde haben Angst die Rückkehr des geliebten Zweibeiners zu verschlafen.

Hundetagesstätte Kosten – Das erwartet dich

Sicherlich ist der Aufenthalt in einer „Hundekita“ keine billige Angelegenheit. Die Preise variieren von Bundesland zu Bundesland. Besonders in den Bereichen von Großstädten ist die Nachfrage groß und die Hundetagesstätte Kosten steigen. Mit einer monatlichen Belastung von mindestens € 200,– musst du rechnen. Zu diesem Preis bekommst du in der Regel eine Grundversorgung. Dieser Standard beinhaltet:

  • Spielen und Toben mit anderen Hunden unter Aufsicht
  • Fütterung (eigenes Futter mitbringen)

  • Täglicher Auslauf

Sollte die Betreuung individueller sein, kommen Extrakosten auf dich zu. Die tägliche Fellpflege, ein Gang zum Tierarzt oder mögliche Hundeerziehung sind in der Regel nicht im Grundpreis enthalten.