Tipps und Tricks: Wie kannst du deinen Welpen Stubenrein bekommen?

So wird dein Hund stubenrein

Endlich ist der Tag gekommen. Sicher haben du und deine Familie schon ungeduldig gewartet und nun ist es soweit: ein Welpe zieht ein. Dein neues Familienmitglied ist genauso aufgeregt wie du. Eben noch war der Kleine bei seiner Mutter und seinen Geschwistern, dann kam die Autofahrt und nun ist er hier, ganz alleine zwischen all den neuen Gerüchen und in völlig fremder Umgebung. Schnell kann es da passieren, dass er sich vor Aufregung buchstäblich in die Hose macht und das Geschäft auf dem Teppich landet. Kurz, bevor ein Welpe einzieht, solltest du dir keinen neuen Teppich kaufen, das ist eine Grundregel. Denn der Kleine muss erst noch lernen, dass er nicht in die Wohnung machen darf.

Stubenreinheit von Welpen: Die Voraussetzungen sind Geduld und Liebe

Eigentlich ist es gar nicht schwer, deinen Hund stubenrein zu bekommen. Vielleicht hast du sogar Glück und dein neues Familienmitglied wird nie in die Wohnung machen. Es gibt solche Hunde, doch sie sind die große Ausnahme. Meist dauert es Wochen, bis die kleinen Hunde gelernt haben, dass sie ihr Geschäft bei einem Spaziergang machen sollen. In der Regel können Welpen erst mit drei bis vier Monaten ihre Blase und ihre Häufchen unter Kontrolle halten. Dein Welpe wird aber nie aus böser Absicht sein Geschäft in der Wohnung machen. Er möchte dich nicht ärgern und Protestpinkeln, wie es etwa Katzen tun, kennen und können Hunde nicht. Du darfst ihm deshalb nicht böse sein, wenn wieder einmal ein Unglück geschieht. Nimm einfach einen Lappen und wische die Pfütze weg, ohne Aufregung, ohne Vorwürfe. Es gibt spezielle Reiniger, die den Geruch neutralisieren. Das ist die beste Lösung, denn wenn der Geruch gänzlich verschwunden ist, wird dein Welpe auch nicht animiert, an derselben Stelle wieder sein Geschäft zu erledigen. Nicht geeignet sind Essig- oder ähnliche Reiniger, die Ammoniak enthalten. Und dann mache einfach weiter, als sei nichts geschehen.

Tricks bei Stubenreinheit von Welpen: Beobachten ist das A und O

Vielleicht fragst du dich jetzt, was daran denn einfach sein soll und wie der Welpe damit lernen soll, dass er sein Geschäft nicht in der Wohnung erledigen darf. Nun, im Grunde musst du nur zwei Dinge beachten: Du musst häufig und regelmäßig mit deinem Welpen vor die Tür gehen und du musst ihn genau beobachten. Im Grunde darfst du ihn nie aus den Augen lassen. Schnell wirst du die Zeichen erkennen, mit denen dein Welpe anzeigt, dass er gleich sein Geschäft erledigen wird. Dann kannst du dir die Leine und deinen vierbeinigen Freund schnappen und ihr könnt vor die Türe gehen. Es ist sinnvoll, dass du dir schon im Vorfeld einen Ort suchst, an dem dein Welpe sein Geschäft in Ruhe verrichten kann. Er sollte möglichst nahe an deinem Zuhause sein, damit du ihn im Notfall schnell erreichen kannst, gerade in den ersten Wochen. Idealerweise ist das ein Grünstreifen. Tabu sind natürlich Spielplätze und fremde Grundstücke, auch Felder und Wiesen, die Bauern gehören, solltest du nicht einfach betreten. Auch der eigene Garten sollte nicht als Hundeklo dienen, wenn du nicht möchtest, dass dein Hund sich das angewöhnt und auch später immer wieder sein Geschäft darin verrichtet. Auf jeden Fall solltest du aber immer ein Tütchen dabei haben, in dem du den Kot aufsammelst. Abgesehen davon, dass niemand gerne in ein Hundehäufchen tritt, und sei es auch noch so klein, ist es auch eine Ordnungswidrigkeit, das Häufchen einfach liegenzulassen. Viele Gemeinden stellen inzwischen auch an Orten, an denen viele Hunde spazieren gehen, Spender mit Tüten zur Verfügung. Meist steht auch ein Eimer, in dem du den vollen Beutel entsorgen kannst, gleich daneben, denn gefüllte Kotbeutel gehören in den Restmüll.

Wichtig in den ersten Wochen mit deinem neuen Welpen sind häufige Spaziergänge. Die müssen nicht lang sein, es reicht, wenn du mit ihm zu dem Ort gehst, an dem er sein Geschäft machen soll. Insbesondere solltest du mit ihm vor die Türe gehen, wenn er gerade aufgewacht ist, gefressen oder viel getrunken hat. Auch nach einer ausgiebigen Spielphase müssen viele Hunde oft aufs Klo. Grundsätzlich sollte ein Welpe unter vier Monaten alle drei Stunden nach draußen. Auch bei erwachsenen Hunden solltest du tagsüber alle vier Stunden zumindest kurz vor die Tür.

Solange dein Hund noch nicht stubenrein ist, ist aber vor allem eines wichtig: Du musst ihn regelrecht stalken. Sehr schnell wirst du dann die Anzeichen erkennen, dass dein Hund gleich sein Geschäft verrichten wird. Manche schnüffeln am Boden, suchen die Stelle auf, an der sie schon einmal ihr Geschäft verrichtet haben, drehen sich um die eigene Achse und bringen sich in die entsprechende Position, um ihr Geschäft zu machen. Andere sind besonders aufgeregt, laufen zu dir hin, winseln und fiepen. Wenn sie schon zur Tür laufen, daran kratzen und fiepen, ist das ein deutliches Zeichen, dass sie nach draußen müssen und ein großer Fortschritt.

Wenn du deinen Welpen von einem Züchter hast, kann es auch hilfreich sein, dass du mit ihm darüber sprichst, wo seine Welpen immer ihr Geschäft verrichtet haben. Wenn die Welpen zum Beispiel immer auf eine Zeitung gemacht haben, ist es sinnvoll, immer eine Zeitung auf dem Weg dabeizuhaben und sie auf dem Platz, den du für das Geschäft ausgewählt hast, auszulegen.

Das wichtigste bei der Welpenerziehung: Belohnen, nicht bestrafen

Früher wurde oft dazu geraten, die Nase in die Pfütze zu stupsen, die der Welpe in der Wohnung hinterlassen hat. Diese Erziehungsmethode ist längst überholt. Strafen und Schimpfen führen nur dazu, dass der kleine Hund ängstlich wird und sich umso öfter vor Angst in die Hose macht. Er wird auch Angst vor dir bekommen und sich vor dir verstecken, besonders, wenn er dringend muss. Er wird dir sein Bedürfnis nicht vertrauensvoll zeigen.

Stattdessen solltest du deinen Welpen loben und dich mit ihm freuen, wenn der Kleine sein Geschäft wie gewünscht draußen gemacht hat. Es darf auch gerne ein Leckerli oder ein Hundekeks zur Belohnung sein, doch dabei musst du vorsichtig sein. Es kann gut sein, dass dein kluger Welpe sehr schnell versteht, dass nach dem Geschäft das Leckerli folgt. Dann ist es leicht möglich, dass er sich schon im Vorfeld auf die Belohnung freut, aufgeregt ist und nicht in Ruhe Wasser oder Kot ablassen wird. Doch das sollte er können. Nur dann kannst du sicherstellen, dass er sein Geschäft vollständig erledigt. Dass du ihn an der Leine halten sollst, ist gerade in diesem Fall besonders wichtig. Er kann nicht einfach davonlaufen, wenn ihn irgendetwas ablenkt und er wird bei der Sache bleiben. Auch du solltest nicht mit ihm reden, sondern ruhig dabeistehen, wenn er sein Geschäft erledigt. Erst, wenn er fertig ist, solltest du ihn wieder ansprechen und ihn loben. So wird dein Welpe sehr schnell verstehen, dass es eine gute Sache ist, stubenrein zu sein, auch wenn sicherlich noch das ein oder andere Unglück auf seinem Weg dorthin passieren wird.

Früher wurde oft dazu geraten, die Nase in die Pfütze zu stupsen, die der Welpe in der Wohnung hinterlassen hat. Diese Erziehungsmethode ist längst überholt. Strafen und Schimpfen führen nur dazu, dass der kleine Hund ängstlich wird und sich umso öfter vor Angst in die Hose macht. Er wird auch Angst vor dir bekommen und sich vor dir verstecken, besonders, wenn er dringend muss. Er wird dir sein Bedürfnis nicht vertrauensvoll zeigen.

Wenn ein erwachsener Hund, der eigentlich schon stubenrein ist, plötzlich in die Wohnung macht, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass er krank ist. Du solltest das ernst nehmen und nach den Ursachen forschen.

So kannst du deinen Welpen nachts stubenrein bekommen

Zugegeben, nachts wirst du vermutlich am meisten spüren, wie viel Nerven es dich kostet, deinen Welpen zur Stubenreinheit zu erziehen. Auch du musst einmal schlafen. Aber du kannst nicht sicher sein, dass dein kleiner Hund auch schläft. Wie bei kleinen Kindern ist eine abendliche Routine für deinen Welpen besonders wichtig. Die letzte Mahlzeit solltest du ihm etwa eineinhalb Stunden vor dem letzten Spaziergang geben. Dein Welpe sollte in der Nacht in deiner Nähe sein und auf sich aufmerksam machen können. Möglich ist, dass du ihn in einer Transportbox übernachten lässt, die du mit Decken auslegst. Oder du kannst ihn mit seinem Körbchen oder Hundebett in einen Karton setzen, der groß genug ist, dass er nicht herausklettern kann. Er wird sein Lager nicht schmutzig machen wollen und lautstark auf sich aufmerksam machen, bis du wach bist. Dann ist Eile geboten. Am besten, du schläfst in dieser Zeit im Jogginganzug, damit du so schnell wie möglich mit deinem Welpen nach draußen eilen kannst. Gerade in solchen Situationen ist viel Liebe und Geduld gefragt. Aber du wirst sehen, dass sich die Mühe lohnt und nach der schweren Zeit lange Jahre viel Freude mit deinem Hund haben.