Knubbel beim Hund

ungewöhnlich, harmlos oder gefährlich?

Während des Hundelebens ist das Thema „Knubbel beim Hund“ öfters aktuell. Du stellst dir die Frage: Muss ich mir um meinen Liebling Sorgen machen? Nachfolgend erhältst du Informationen über die verschiedenen Gründe einer solchen Hautveränderung. Zur Beruhigung, in den meisten Fällen ist es völlig harmlos und es handelt sich um einen Schönheitsfehler.

Inhalt - Alles im Überblick

Hund Knubbel unter der Haut – was kann das sein?

Beim Streicheln fühlst du schnell Hautveränderungen. Wenn dein Hund Knubbel unter der Haut hat, ertastest du sie mit den Fingern. Zählt dein Liebling zu den langhaarigen Exemplaren, kann diese Beule ebenfalls eine Zecke sein. Eine vollgesaugte Zecke, versteckt unter viel Fell, fühlt sich manchmal wie ein Knubbel an. Versuche, mit einer guten Lichtquelle und vorsichtiges Teilen des Haarkleides, dem Grund auf die Spur zu kommen. Kannst du Zecken ausschließen, können körperliche Veränderungen der Anlass für Beulen sein.

Vergiss bei der körperlichen Untersuchung bitte nicht, dass es sich um Brustwarzen handeln kann. Rüden besitzen diese ebenfalls. Sie sind kleiner und versteckt unter dem Bauchfell. Brustwarzen sind paarweise angeordnet. Also Vorsicht bei der Untersuchung. Beide Geschlechter sind empfindlich in diesem Bereich.

Grützbeutel Hund

Der Grützbeutel Hund kann durch verstopfte Talgdrüsen entstehen. Meistens ist eine zu große Talgproduktion der Grund. Eine weitere Möglichkeit ist, ein Haarwurzelkanal verstopft den Ausgang der Talgdrüse. In beiden Fällen bildet sich Eiter. Eine größere Eiteransammlung wird als Grützbeutel bezeichnet. Eine solche Eiteransammlung kannst du vorsichtig ausdrücken. Teilweise kann dieses Problem wieder an der gleichen Stelle auftreten. Damit solltest du zum Tierarzt gehen. Besonders dann, wenn du Probleme mit dem Ausdrücken hast. Nicht jeder Hund lässt sich das gefallen.

Lipom Hund

Hund hat beweglichen Knubbel unter Haut, ist meistens eine harmlose Geschwulst. Bei einem Lipom Hund handelt es sich um eine Fettgeschwulst. Diese gehört zwar zur Familie der Tumore, ist größtenteils gutartig. In seltenen Fällen ist die Geschwulst bösartig und wird dann als Liposarkom bezeichnet.

In der Regel ist diese „Beule“ beweglich und lässt sich verschieben. Solche Wucherungen in der Unterhaut sind nicht schmerzhaft. Die andere Variante ist nicht beweglich und meist großflächig. Dieses infiltrative Lipom ist ebenfalls weich, aber ohne sichtbare Abgrenzung. Beide Formen behindern nicht grundsätzlich deinen Hund. Erst wenn diese Tumorart größer wird, kann dein Hund in seiner Lebensqualität (laufen, springen) eingeschränkt werden.

Ältere Hunde haben häufiger diese Fettgeschwulste und mehrere Exemplare an verschiedenen Körperstellen.

Das gefährliche Liposarkom fühlt sich härter an. Außerdem tritt es einzeln und selten auf.

Können Hunde Pickel bekommen?

Diese Frage kannst du dir mit „Ja“ beantworten. Pickel sind die Vorform der Grützbeutel. Die Frage: „Können Hunde Pickel bekommen?“, hat nichts mit der Pubertät zu tun. Manche Hunderassen haben beispielsweise eine faltige Schnauze. In diesen Falten können sich Essensreste verfangen. Diese verstopfen die Talgdrüsen und es kommt zur Pickelbildung. Theoretisch kannst du diese Pickel vorsichtig ausdrücken und anschließend desinfizieren. Leider ist der Bereich der Schnauze empfindlich. In den seltensten Fällen lassen die Vierbeiner diese Aktion problemlos über sich ergehen. Durch regelmäßige Reinigung der Falten kannst du Pickeln verbeugen.

Knubbel nach Zeckenbiss Hund

Das leidige Thema Zecken ist dir ausreichend bekannt. Erst bei Temperaturen unter 8 °C sind diese Quälgeister nicht mehr unterwegs. Vom Frühling bis in den Herbst bekämpfst du diese Parasiten durch Halsbänder, chemische Präparate zum Träufeln und der Absuche deines Hundes nach Spaziergängen in der Natur. Trotz all dieser Aktivitäten „rutschen“ manche Exemplare durch und „beißen“ zu. Vor allem bei langhaarigen Vierbeinern mit Unterwolle ist dieses Risiko groß. Ein Knubbel nach Zeckenbiss Hund kann folgende Gründe haben:

Allergische Reaktion

Beim Zeckenbiss wird ein Sekret durch dieses Ungeziefer in die Wunde geträufelt. Bei empfindlichen Hunden reagiert die Haut. Die Zecke ist schon längst abgefallen und trotzdem ist noch ein kleiner Hügel sichtbar. In den meisten Fällen bildet sich dieser Knubbel zurück. Allerdings übertragen Zecken auch Krankheitskeime. Sollte dies der Fall sein, geht der Knubbel nicht zurück. Zusätzlich können Rötungen an der Einstichstelle auftreten. Achte darauf.

Zeckenkopf in der Einstichstelle

Dein Hund versucht an allen erreichbaren Stellen die Plagegeister zu entfernen. Dabei versucht er mit seinen kleinen Zähnen die Zecke zu packen. Bei dieser Aktion wird der Zeckenkörper oft vom Kopf getrennt. Der Rüssel mit dem Kopf bleibt im Hundekörper zurück. Diese Stelle entzündet sich und bildet einen Knubbel. Der Hautbereich ist empfindlich und nimmt eine rötliche Färbung an. Das muss nicht sein. Der „Fremdkörper“ kann sich verkapseln und es treten keine weiteren Symptome auf.

Sobald sich solche Knubbel beim Hund entzünden, solltest du mit deinem Liebling unbedingt zum Tierarzt gehen.

Knubbel beim Hund – wann ist Vorsicht geboten?

Grundsätzlich ist ein Knubbel beim Hund nicht gefährlich. Vorsichtig solltest du sein, wenn du keine logische Erklärung hast und er sich stark entzündet. Dein Hund ist druckempfindlich und die Stelle wird warm. Bei Einstichstellen durch Nadeln (Impfungen oder ähnliches) können sich Abszesse bilden. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du diese Stelle dem Tierarzt zeigst. Behalte Lipome im Auge. Verändert sich die Größe und wie schnell? Durch Verletzungen der Haut im Bereich der Knubbel können gefährliche Entzündungen entstehen. Bakterien können ungehindert in den Körper eindringen. Frisst dein Hund schlecht und es kommt Fieber hinzu, müssen bei dir die Alarmglocken läuten.

Besonders achten solltest du auf Knubbel am Gesäuge. Das ist bei Hündinnen und bei Rüden gleichermaßen wichtig. Ein Tumor am Gesäuge ist gefährlich und hat nichts mit dem harmlosen Lipom gemeinsam. Ein Milchdrüsen-Tumor ist häufig bösartig. Leider unterscheiden sich seine äußerlichen Eigenschaften wenig von harmlosen Knubbeln. Eine Gewebeuntersuchung bringt Klarheit.

Warze beim Hund wird immer größer? - so werdet ihr sie wieder los

Manche Hunde haben eine Veranlagung zur Warzenbildung. Vor allem die älteren Semester können darunter leiden. Normalerweise sind das nur Schönheitsfehler. Es hängt von der Größe und vom „Standort“ ab, ob dein Hund im Alltag darunter leidet. Ihr solltet diese Gebilde auf jeden Fall im Auge behalten. Besonders dann, wenn sie die Größe verändern. Die Warze beim Hund wird immer größer, ist ein Grund zum Tierarzt zu gehen. Dieser kann das Gebilde mühelos entfernen und selbstverständlich das Gewebe bei Verdacht untersuchen.

Du möchtest die Warze ohne Tierarzt entfernen? Da hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Abbinden
  • Rizinusöl
  • Thuja Tinktur

Mit den Lösungen wird zweimal am Tag die Warze eingestrichen. Nach einer guten Woche verschwindet die Warze. Bei größeren Exemplaren dauert es länger. Du solltest darauf achten, dass dieses Gebilde für deinen Hund nicht erreichbar ist. Das Abschlecken von Rizinusöl verursacht keine gesundheitlichen Probleme. Die Warzen-Behandlung wird nur sinnlos. Die Thuja Tinktur ist sehr giftig. Dein Hund darf sie auf keinen Fall abschlecken. Du solltest bei der Behandlung Handschuhe tragen oder anschließend die Hände gründlich waschen. Das Abbinden einer Warze ist am sinnvollsten, wenn sie einen „dünnen Hals“ hat. Das Gewebe stirbt ab und ist einfach zu entfernen. Eine Komplikation wäre: Der Warzenbereich entzündet sich und schwillt an. Die Stelle schmerzt. 

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