Ein Welpe zieht ein

Alle Infos über das Zusammenleben mit dem neuen Hund

Dein erster Hund

Wenn dein erster Hund bei dir einzieht, kannst du ohne vorherige Vorbereitung und Information leicht überfordert sein mit dem neuen pelzigen Familienmitglied. Damit nicht zwei unbekannte Welten aufeinander treffen, solltest du dich vor seinem Einzug unbedingt mit Hundebüchern schlaumachen. Dort erfährst du, wie man am besten mit einem Welpen umgeht. Was zu beachten ist, wie so ein kleines Wesen „tickt″ und welche rassespezifischen Besonderheiten es zu berücksichtigen gilt. Gespräche mit anderen Hundebesitzern können auch sehr hilfreich sein. Wenn du dich vorher gründlich informierst, insbesondere was die Erziehung des Welpen angeht, bleibt dir später mit Sicherheit der ein oder andere Konflikt mit dem Vierbeiner erspart. Im Welpenalter wird mit der richtigen Erziehung und dem richtigen Umgang der Grundstein für späteres gutes Benehmen und ein harmonisches Miteinander gelegt.

Ein Welpe zieht ein, was ist zu beachten?

Für den kleinen Vierbeiner ist es zu Beginn schwer, von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt zu werden. Getrennt von seinem Rudel zu sein, löst eine Urangst bei ihm aus. Denn der Hund stammt von den Wölfen ab, die als Rudeltier alleine nicht überleben konnten. Der Welpe kommt alleine in eine völlig fremde Umgebung und muss sich erst einmal zurechtfinden. Wichtig ist, dass du und dein Welpe jetzt viel Zeit füreinander habt. Idealerweise nimmst du dir vier Wochen Urlaub, mindestens jedoch zwei. Mit viel Geduld und Liebe werdet ihr alles zusammen meistern. Du solltest, bevor dein Welpe einzieht, checken, ob sein neues Zuhause für ihn bereit ist.

Vor dem Einzug des Welpen

Die Hundeausstattung wie Körbchen, Leine, Futter, Transportbox und dergleichen hast du hoffentlich schon vor dem Einzug des Welpen besorgt. Dann kannst du dich ganz dem Kleinen widmen und hast keinen Stress durch Besorgungen. Vor dem Welpeneinzug solltest du dich schon über eine Hundeschule, einen Tierarzt und eventuell Hundesitter informiert haben. Auch die Unterlagen für eine absolut wichtige Hundehaftpflichtversicherung und für die Hundesteuer sollten schon parat liegen.

Haus und Garten welpensicher machen

Da die kleine Fellnase mit Sicherheit nach anfänglicher Scheu auf Erkundungstour gehen wird, sollte das neue Zuhause welpensicher sein. Das heißt, alles was kleinen Welpenzähnchen nicht stand hält oder dem Welpen schaden könnte, sollte in Sicherheit gebracht werden. So sollten Elektrokabel, „Menschenessen″, Reinigungsmittel, Medikamente, Zigaretten, giftige Zimmerpflanzen und Ähnliches außer Reichweite des kleinen Wirbelwindes sein. Des Weiteren sollte man Treppen mit einem Schutzgitter versehen haben, da die weichen Knochen und Gelenke des Welpen im ersten Jahr noch einer Schonung bedürfen. Auch der Balkon sollte sturzsicher sein, denn der Kleine könnte unter dem Geländer hindurch rutschen. Damit sich der kleine Vierbeiner in seinem neuen Garten sicher frei bewegen kann, muss das Gelände ausbruchssicher sein. Du wirst dich wundern, wo der Kleine überall hindurchpasst und was er so alles anstellen kann.

Viel neues für den Welpen: Sein erster Tag Zuhause

Die Eingewöhnung deines Welpen sollte, insbesondere am ersten Tag, in aller Ruhe erfolgen. Damit der Welpe nicht überfordert wird, sollte er zuhause erst einmal alles erkunden und erschnüffeln dürfen. Es ist ratsam, nicht gleich am ersten Tag die kleine Fellnase der ganzen Verwandtschaft oder all deinen Freunden vorzustellen. Der Welpe muss sich zuerst einmal zurechtfinden und langsam zu seiner Bezugsperson Vertrauen aufbauen. Wenn dein Welpe anfänglich etwas scheu ist, ist das ganz normal. Um es ihm etwas zu erleichtern, seine Umgebung zu erkunden, kannst du Leckerchen in der Wohnung verteilen. Aber nicht gleich im ganzen Haus, zuerst nur in ein bis zwei Zimmern. Danach kann man die Suche etwas ausweiten.

Kinder im Rudel

Sollten Kinder zum neuen Rudel des Welpen gehören, sollte man diese am Anfang nicht alleine lassen mit dem Vierbeiner. Sie müssen erst gewisse Regeln im Umgang mit dem kleinen Gefährten lernen. So müssen die Kinder zum Beispiel Signale des Hundes deuten lernen, um angepasst reagieren zu können. Sie müssen ihn als ein Lebewesen respektieren, das ebenfalls Gefühle hat.

Erste Schritte zur Stubenreinheit

Da dein kleiner Vierbeiner noch nicht stubenrein ist, musst du viele Pausen einplanen damit er sich erleichtern kann. Erst mit etwa 14 bis 16 Lebenswochen wird die Fellnase in der Lage sein, Blase und Darm unter Kontrolle zu haben. Nach dem Aufstehen, nach jedem Fressen, Spielen, Schlafen, nach übermäßiger Freude (was gar nicht so einfach zu deuten ist) oder vor dem Schlafengehen kann der Welpe einen Harndrang verspüren. Also solltest du ihn immer dann prophylaktisch ins Freie bringen, damit er sich lösen kann. In den ersten Tagen ist das sehr oft. Das wird sich aber mit der Zeit bessern, wenn du die Signale deines neuen Mitbewohners irgendwann zu deuten weißt.

Da dein kleiner Vierbeiner noch nicht stubenrein ist, musst du viele Pausen einplanen damit er sich erleichtern kann. Erst mit etwa 14 bis 16 Lebenswochen wird die Fellnase in der Lage sein, Blase und Darm unter Kontrolle zu haben. Nach dem Aufstehen, nach jedem Fressen, Spielen, Schlafen, nach übermäßiger Freude (was gar nicht so einfach zu deuten ist) oder vor dem Schlafengehen kann der Welpe einen Harndrang verspüren. Also solltest du ihn immer dann prophylaktisch ins Freie bringen, damit er sich lösen kann. In den ersten Tagen ist das sehr oft. Das wird sich aber mit der Zeit bessern, wenn du die Signale deines neuen Mitbewohners irgendwann zu deuten weißt.

Sollte mal ein kleines oder großes Malheur in der Wohnung passieren, was die ersten Wochen immer wieder mal vorkommen wird, darfst du unter keinen Umständen mit dem Welpen schimpfen. Nimm ihn einfach kommentarlos und bring ihn ins Freie. Dort gibst du deinen Befehl wie „Mach Pippi″. Irgendwann klappt’s. Das Malheur wischst du am besten mit Küchenpapier weg. Hinterher säuberst du noch mit etwas, was den Geruch wegnimmt, Glasreiniger zum Beispiel. Das ist insbesondere bei kleinen Rüden wichtig, die die Wohnung nicht mit markiertem Revier verwechseln sollten.

Den Hund an die Leine gewöhnen

Wenn dein Welpe sich ein wenig an Haus und eventuell Garten gewöhnt hat, kannst du nach ein bis zwei Tagen ihn langsam an eine Leine und ein Halsband oder Hundegeschirr gewöhnen. Dazu ziehst du ihm das Equipment in der Wohnung an, ohne viel Worte zu machen und lässt ihn frei damit herumlaufen. Irgendwann nimmst die Leine dann in die Hand. Nach ein paar Tagen probierst du das ganze im Garten aus, bevor ihr zu eurem ersten Spaziergang startet.

Damit der kleine Racker nicht die Führung an der Leine übernimmt, ist es wichtig, dass er nicht an der Leine zieht. Er darf weder Tempo noch Richtung bestimmen. Das ist DEINE Aufgabe. Am Anfang ist das ganz schön nervig und zeitintensiv. Aber es lohnt sich. Zu Beginn solltet ihr auch nur ganz kurze Spaziergänge unternehmen. Durch die vielen Gerüche und Eindrücke ist der Welpe zu Beginn schlichtweg überfordert. Des Weiteren sollte er wegen seiner noch nicht ausgewachsenen Knochen nicht zu lange laufen. Für die Dauer des Gassigehens gilt als Faustregel: Pro Gang jeweils fünf Minuten pro Lebensmonat. Das heißt, ein einmonatiger Welpe sollte jeweils nur für fünf Minuten spazieren gehen.

Deinen Hund an neuen Schlafplatz gewöhnen

Dein neuer Mitbewohner braucht zwei Schlafplätze: einen für tagsüber und einen für nachts. Sein Platz, wohin er sich am Tag zurückziehen kann, sollte zwar ruhig aber nicht zu fern von allem Geschehen sein. Damit er sich an das Körbchen gewöhnt, kannst du ihm des Öfteren ein Leckerli hineinwerfen und dabei “Körbchen” sagen. Zum Nachtschlaf setzt du ihn am besten die ersten Wochen in eine Hundebox oder einen Kennel. Das hat folgenden Vorteil: Hunde beschmutzen niemals ihr Nest. Also wird er sein kleines oder großes Geschäft nicht in seine Hundebox machen. Er wird sich vorher mit Wimmern oder Fiepen bemerkbar machen. Am besten steht die Box in der Nähe deines Bettes, damit du ihn hörst und schnell reagieren kannst. Sobald der ″Alarm″ losgeht, schnappst du deinen Welpen und rennst schnellstens nach draußen mit ihm. Das ist ein erster Schritt in Richtung Sauberkeitserziehung.

Den Hund an einen neuen Namen gewöhnen

Alle Welpen erhalten von ihrem Züchter bereits einen Namen, der meistens sehr gewöhnungsbedürftig ist. Aber es ist kein Problem, den Hund an einen neuen Namen zu gewöhnen. Rufe ihn gleich zu Beginn mit seinem neuen Namen und lobe ihn, wenn er zu dir kommt. Achte dabei darauf, dass du ihn nicht unentwegt rufst und vor allem nicht, wenn er gerade mit etwas Spannenderem beschäftigt ist.

Fütterung des Welpen

Such dir einen festen Platz aus, an dem dein Welpe immer frisches Wasser zur Verfügung hat und an dem er immer sein Fressen bekommt. Der Futterplatz ist idealerweise abwaschbar, beispielsweise durch eine abwaschbare, rutschfeste Unterlage.

Wichtig ist, dass dein Welpe von Anfang lernt, dass DU ihm sein Fressen gibst und DU entscheidest, wann er fressen darf. Er sollte sich ruhig verhalten und dich zumindest kurz anschauen, bevor du ihm das Fressen hinstellst. Nach dem Fressen nimmst du den Napf wieder weg, auch wenn er nicht ganz leer sein sollte. Der kleine Vierbeiner soll lernen, dass ihm sein Fressen nicht den ganzen Tag über zur freien Verfügung steht.

Rückruf dem Hund beibringen

Den Rückruf deines Hundes solltest du schon früh trainieren. Am Anfang kannst du in der Wohnung ganz locker immer mal wieder seinen Namen rufen. Am besten, wenn Ruhe herrscht und der Kleine nicht zu sehr abgelenkt ist. Kommt er dann zu dir gelaufen, nennst du den „Befehl″, den du dir für den Rückruf überlegt hast. Zum Beispiel könntest du „Hier″ rufen. Wichtig ist die Belohnung dafür, dass der Welpe zu dir gekommen ist. Leckerchen und ein freundliches „fein gemacht″ haben sich hier bewährt. Wenn das in der Wohnung gut klappt, kannst du es nach einigen Wochen im Garten ausprobieren und auch mal mit der Hundepfeife üben. Eine Langlaufleine ist hier auch hilfreich. Sie garantiert das Zurückkommen deines Hundes zu 100 Prozent.

Fazit

Mit einer guten Vorbereitung, viel Geduld und Liebe wird das Zusammenleben mit dem neuen Hund schon klappen. Habt eine schöne Zeit und viel Spaß!